#2 Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt!
Am 02.07.2020, einem Donnerstag morgen um 10:00 Uhr, bin ich vor der Haustüre in Salm gestartet. Angelina und meine Mama haben mich am morgen noch verabschiedet. Der erste Schritt der Reise, auf welche man sich so lange gefreut hat, fiel mir wirklich nicht leicht. Aber da war er nun der Tag an dem die Reise beginnt.
Mit einer Mischung aus Vorfreude und einer großen Portion Respekt vor dem was kommt, ging es zunächst über alt bekannte Wege über Weidenbach, Schutz weiter über den Cosmosradweg bis nach Gemünden. Von dort ging es auf der Landstraße weiter bis nach Adenau, wobei ich in Kelberg nochmal kurz halt machen konnte, um mich von Björn nochmal zu verabschieden.
In Adenau ging es auf den Ahrradweg und somit entlang der Ahr durch die Weinberge hindurch bis nach Sinzig am Rhein. Von dort weiter auf dem Rheinradweg bis Weißenthurm und anschließend über die Brücke auf die andere Rheinseite zu meinem Cousin Andreas.

Andreas, Svenja und Lilli haben mir den Start der Reise etwas einfacher gestaltet. Es waren bekannte Gesichter, bei denen ich die erste Nacht auf der Couch verbringen durfte und dazu auch noch mit Abendessen und Frühstück bestens versorgt wurde. DANKE an Andreas, Svenja und Lilli!
Um ca. 10:00 Uhr ging es für mich an Tag 2 zunächst weiter den Rheinradweg Richtung Süden. Nach einem kurzen Stopp am Deutschen Eck ging es weiter über Boppard, Oberwesel und Bingen bis nach Heidenfahrt. Hier angekommen war ich ziemlich platt und habe mir spontan einen Campingplatz gesucht. Da die Campingwiese und auch die Sanitäreinrichtungen von 5 Sternen noch nicht mal einen verdient hätten, habe ich versucht mein Geld zurück zu bekommen und dann doch noch ein Stück weiter zu radeln. Nach einigem hin und her wurden mir meine 15 € wieder ausgezahlt und ich konnte weiter ziehen. Ich werde zwar während der Reise keine großen Ansprüche an meine Unterkünfte stellen, aber wenn man sich abgezockt fühlt, dann ist das etwas anderes.

Ca. 500 Meter weiter kam ich an einem kleinen Obststand vorbei. Während ich mein Obst in meinen Packtaschen verstaute bekam ich mit, wie die Frau nach mir versuchte sich vom Obstverkäufer einen Korkenzieher auszuleihen. Leider ohne Erfolg. Da ich ja bestens ausgestattet bin, habe ich mein schweizer Taschenmesser angeboten. Die Frau (Monika) war super happy und hat mich direkt mit zu ihrem Tisch am Rhein gelotst.
Dort feierten vier Damen einen Geburtstag. Mir wurden kurzer Hand noch zwei Gläser Wein eingeschenkt und etwas Fingerfood angeboten. Super Erlebnis an Tag 2. Und das nur, da ich mich entschieden hatte den Campingplatz wieder zu verlassen.
Nach den zwei Gläsern Wein bin ich wieder auf’s Rad und hab kurz danach für ein kurzes Nickerchen angehalten. Wein + körperliche Erschöpfung sind super Zutaten für ein kurzes Nickerchen am Rhein. Anschließend ging es noch weiter bis nach Mainz auf einen Campingplatz. Auf dem Weg dahin hab ich noch ein Storchennest entdeckt.

Am nächsten morgen hieß mein neues Tagesziel „Aschaffenburg“. Schon zuhause hatte ich mich bei der Homepage „warmshowers“ angemeldet; dort bieten Radreisende welche gerade zuhause sind anderen Radreisenden eine Unterkunft an. Im Laufe des Tages hatte ich dann vier potenzielle Gastgeber in Aschaffenburg angeschrieben und hatte gehofft so meine erste Unterkunft über warmshowers finden zu können. Und tatsächlich: Jakob hat sich gemeldet und mir angeboten bei ihm zu nächtigen. Eine ca. 2 stündige Wanderung um Aschaffenburg und ein super Müsli und Kaffee am morgen waren auch noch dabei. Großes DANKE an Jakob!
Auf dem Weg nach Aschaffenburg ging es über manchmal recht aufwendig gestaltetet Radwege auch noch für einen kurzen Stopp in die Frankfurter City.


Gut gestärkt ging es am Sonntag morgen dann in Tag 4 und von Aschaffenburg nach Würzburg . Da der Main hier in der Gegend sehr (sehr sehr) große Schleifen zeiht, habe ich mich dafür entschieden nicht am Main weiter zu radeln, sondern die direkte Verbindung über Landstraße zu nutzen. Auf der Strecke Aschaffenburg – Würzburg waren dies ca. 90 km weniger im Sattel. Dafür hat die Strecke so einige Steigungen für mich bereit gehalten. Es ging quer durch den Spessart.
Im Laufe des Vormittags hatte ich nochmal mein Glück über warmshowers.org versucht. Es dauerte nicht lange und ich hatte eine Rückmeldung von Charly, dass ich die nächste Nacht in seinem zuhause verbringen könnte. Mit dem Wissen wo ich die nächste Nacht verbringe konnte ich also beruhigt weiter radeln. Charly und seine Frau Stefanie sind selbst begeisterte Radler und haben mich super herzchlich empfangen.
Ich hatte mein eigenes Zimmer und sogar noch mein eigenes Bad. Und als ob das nicht schon Luxus und Verwöhnung genug wäre, haben die beiden dann abends auch noch gekocht. Es gab Spaghetti mit einer Soße, welche durch Gemüse und Garnelen verfeinert wurde. Dazu haben wie einen Weißwein getrunken und über das Leben und das Reisen gesprochen. Charly hatte bereits eine längere Radreise durch die USA unternommen und hatte daher auch einiges aus dem Radreise-Leben zu berichten. Zwischendurch durfte ich mir auch noch die Räder der beiden ansehen, unter anderem zwei Velotraum-Reiseräder, sehr schick!
Nach dem sehr schönen Abend durfte ich dann das erste mal nach dem Start in einem richtigen Bett schlafen. Gut erholt, wurde mir am Morgen von Stefanie noch ein Frühstück kredenzt und Charly hat mir noch die Route für die nächsten Kilometer notiert. Da ich am Sonntag bei den beiden ankam, konnte ich den beiden leider kein Gastgeschenk besorgen, aber Sie werden noch eine Postkarte von mir bekommen. DANKE an Charly und Stefanie!
An Tag 5 ging’s dann weiter Richtung Bamberg …..
7 Gedanken zu „#2 Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt!“
Eine wunderschöne Reise wünsche ich dir, tolles Wetter , tolle Menschen, tolle Eindrücke und vorallen bleib gesund 🙂 und dein von grössereren Schäden verschont !
Wünsche dir eine interessante Reise und alles Gute zum Geburtstag…..Andreas (Kollege von Björn)
Danke Andreas! Du warst übrigens die erste fremde Person die ich auf der Reise getroffen habe 🙂
Pätti, ich wäre gerne dabei 🥰viel Spaß!!!
Super Stefan, ich bin begeistert,genau so habe ich mir das vorgestellt. Jeden Tag neue Menschen kennenlernen, von jedem nimmst Du etwas für Deinen weiteren Lebensweg mit.
Mache so weiter, Du bist auf dem Richtigen Weg , er wird Dir viel Positives bringen.
Liebe Grüße aus dem Graben, Karl
HALLO lieber Stefan du hast noch viel schönes vor dir freue dich uber jeden Tag gönne dir aber auch Ruhepausen viel Spaß und Freude bei deinen Vorhaben 😛🙄😚e die Wallersheimer
Vielen Dank nach Wallersheim!